Druckgrafik - was versteht man darunter?

Eine Druckgrafik ist die Urform einer seriellen Reproduktion der bildnerischen Elemente. Einfacher gesagt: früher wurden Illustrationen für Bücher und Zeitungen radiert, geschnitten oder gestichelt, auf Holz, Kupfer und später auch Linol.

Das waren die Buch- und Zeitungsillustratoren. Weil es noch keine Fotografie gab, mussten die Bilder wahrheitsgetreu gestichelt, radiert oder in Holz geschnitten werden. 

Später, als es die Fotografie gab, kannte man noch keine chemischen Möglichkeiten,

diese auf eine Druckplatte zu bringen.

Das änderte sich, als man die Cliché-Technik erfunden hatte.

 

Die Umsetzung einer fotografierten Vorlage auf eine drucktechnische Vorlage bedeutete, die Fotografie in Punkte aufzuteilen.

Diese einzelnen Punkte waren dann die Farbträger, welche das Bild auf dem Papier wiedergaben. Diesem Vorgang sagt man rastern.

Die Rasterpunkte dienen also als Farbträger und der Wiedergabe eines Bildes auf Papier.

 

Beim Buckdruck, einer Druckart der Kategorie Hochdruck, geschah das immer mittels Cliché. Später, als die Offsettechnik Einzug hielt, wurden diese Fotografien nicht mehr zu einem Cliché verarbeitet, sondern konnten direkt vom gerasterten Bild auf dem Film auf eine Druckplatte für die Offsetmaschine belichtet werden.

 

 

Der Holzschnitt und seine Bedeutung

 

Nicht nur zur Illustration von Zeitungen und Büchern wurden Druckgrafiken hergestellt.

Die druckgrafischen Techniken nehmen in der bildenden Kunst des Expressionismus einen besonderen Stellenwert ein. Die Künstler nutzen die Lithographie, den Holzschnitt, den Linolschnitt um ihre Ideen und Werke zu verbreiten. Da es eigentlich keine Zwischentöne gibt, nur schwarz-weiss, bedruckte Fläche oder Freiraum, nennt man das ausdrucksstark (ist = Expressionistisch). Ihre neuen Vorstellungen von Formen und Inhalten liessen sich aber gerade auch in diesen Medien besonders gut darstellen, sodass der fast vergessene Holz- oder Linolschnitt für die Kunst neu entdeckt wurde. Speziell die Expressionisten wie die «Brücke-Künstler» (Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel, Arp, etc.) und andere Expressionisten wie Klee, Jawlenski, Marc etc. erfreuten sich dieser wiederauflebenden, ausdrucksstarken Technik.

 

 

Die Radierung, klein und fein

 

Bei der Radierung verhält es sich etwas anders. Das Arbeiten auf einer meist recht kleinen Metallplatte eignet sich nicht so sehr für laute, gefühlsstarke Äusserungen. Es ist ein Medium der Zwischentöne und der zarten, leichten Linienführung.

 

Mit einer Platte in der Tasche kann der Küstler auf seinen Streifzügen durch die Gegend mit einer Kaltnadel eine druckfertige Skizze erstellen.

 

Das sind dann sehr spontane und interessante Eindrücke, die oftmals auch für Farb- und Druckexperimente dienen können.

 

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